hautkrebs Untersuchung

Hautkrebs

Hautkrebs – Vorsorge und richtige Behandlung

So gut uns die Sonne auch tut, so tückisch kann sie sein. Regelmäßige Hautkrebs-Vorsorge­unter­suchungen sind deshalb sehr sinnvoll. Insbesondere wenn Ihre Haut eher hell ist oder Sie im Laufe Ihres Lebens oft der Sonne ausgesetzt waren. Auffällige, sich rasch entwickelnde Haut­veränderungen sollten Sie in jedem Fall untersuchen lassen. Auch lange existierende, insbesondere dunkle, Muttermale können sich kritisch entwickeln.

Stellen Sie an ihrem Körper neu aufgetretene oder sich verändernde Hauterscheinungen (insbesondere Muttermale) fest, so gilt für eine erste, persönliche Einschätzung die sogenannte ABCDE-Regel:

 

A wie Asymmetrie: Ist das Muttermal rund?

B wie Begrenzung: Ist das Muttermal regelmäßig begrenzt oder besitzt es Ausläufer?

C wie Colorierung: Wie viele verschiedene Farben besitzt das Muttermal?

D wie Durchmesser: Ist das Muttermal größer als 0,5 cm?

E wie Erhabenheit/Entwicklung: Ragt das Muttermal über das Hautniveau hinaus, oder wächst es schnell (innerhalb von 6 Wochen)

 

Doch in jedem Falle ist es dringend ratsam, eine hautärztliche Untersuchung durchführen zu lassen. Unsere DERMAZENT Hautärzte können auf Grundlage mehrerer Diagnoseverfahren feststellen, ob die Veränderungen harmlos sind, weiter beobachtet werden müssen oder einer raschen Therapie bedürfen.

Hautkrebs Vorsorge Untersuchung

Anerkannter Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs ist die Sonneneinstrahlung, insbesondere bei hellen, lichtempfindlichen Menschen. Vor allem bei Weißem Hautkrebs (med. Basaliomen) und spinozellulären Karzinomen spielt die sog. Lebenszeitdosis an UV-B eine entscheidende Rolle, also die Menge an UV-B, die über das gesamte Leben auf den Körper einwirkt. Deshalb finden sich diese bösartigen Veränderungen in erster Linie an den sog. „Sonnenterrassen“ des Menschen, also im Gesicht sowie bei glatzköpfigen Männern auch an der Kopfhaut.

Für das Auftreten des schwarzen Hautkrebs (med. malignes Melanom) ist nach heutigem Kenntnisstand weniger die Gesamtdosis an UV-B verantwortlich, sondern das häufige Auftreten von schwereren Sonnenbränden im Kindesalter. Somit kann jeder seinen Teil zur persönlichen (bzw. der eines Kindes) Krebsvorbeugung beitragen. Die Anwendung eines ausreichenden Sonnenschutzes und die Vermeidung übermäßiger Sonneneinstrahlung können das Krebsrisiko entscheidend verringern.

Die mit Abstand schlechteste Prognose hat der Schwarze Hautkrebs (malignes Melanom). Deshalb sind besonders hier frühzeitige Diagnostik und Therapie von Bedeutung. Der Weiße Hautkrebs metastasiert zwar äußerst selten, das spinozelluläre Karzinom kaum, jedoch wachsen beide gerade im Gesicht äußerst rasch. Deshalb darf auch aus ästhetischen Gründen die Behandlung nicht verschleppt werden.

Als wegweisendes Diagnoseverfahren haben sich die Auflichtmikroskopie und die Videographie etabliert. Daneben kommt aber auch die Sonographie zum Einsatz. In komplizierteren Fällen werden jedoch unter Umständen zusätzliche Informationen benötigt, um eine exakte klinische Diagnose zu erhalten.

Sofortige Ergebnisse auf Grundlage objektiver Diagnosedaten, die mit anderen Verfahren nicht zur Verfügung stehen würden, liefert Nevisense. Bei der Nevisense-Methode werden mithilfe kleiner elektrischer Impulse Zellunregelmäßigkeiten unterhalb der Hautoberfläche erkannt. Die Zuverlässigkeit wurde 2014 in der weltweit größten Studie ihrer Art zur Melanomerkennung nachgewiesen. Nevisense ist sicher und schmerzlos.

Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und kann in die normale Vorsorgeuntersuchung problemlos integriert werden. Bei der Untersuchung wird eine stempelförmige Elektrode pro Muttermal zweimal auf die Haut gedrückt.

Das Ergebnis steht sofort zur Verfügung. Auf dem Bildschirm wird die Messung in Form einer Skala angezeigt, die den Grad der Atypie anzeigt. Damit ist eine auf verlässlichen Fakten beruhende Entscheidung möglich. Diese genauere Messung Ihres Leberflecks erspart Ihnen möglicherweise unnötige operative Eingriffe und senkt die Gefahr, dass ein potenzielles Melanom übersehen wird.

THERAPIEMÖGLICHKEITEN

Die Wahl des Behandlungsverfahrens hängt von der exakten Beurteilung der Hautveränderungen ab und damit von der Erfahrung und Qualifikation des Dermatologen. Für den Fall, dass auch mit den oben genannten Methoden eine Gutartigkeit nicht mit absoluter Sicherheit nachzuweisen ist, muss eine histologische Untersuchung mittels Probebiopsie oder Exzision in lokaler Betäubung folgen. Bei unklaren Befunden sollte man mit einer endgültigen Abklärung nicht warten!

Nach heutigem wissenschaftlichen Stand ist die rechtzeitige Entfernung suspekter Hautveränderungen die einzig richtige Therapieform. Die Angst, dass hierdurch erst ein maligner Verlauf provoziert werden kann, ist vollkommen unbegründet und eine Vorstellung aus früheren Zeiten.

Operative Behandlung

Die meisten bösartigen Hautveränderungen werden operativ entfernt. Dies liegt zum einen daran, dass eine feingewebliche Untersuchung (med. Histopathologie) unbedingt erforderlich ist, um definitiv einen Krebs auszuschließen bzw. um im Falle einer malignen Wucherung eine geeignete Therapie anbieten zu können. Zum anderen lässt sich nur am gefärbten Gewebeschnitt feststellen, ob die Entfernung eines Tumors gänzlich erfolgt ist.

Bei jeder Tumoroperation mit der Zielsetzung, den Patienten zu heilen, gilt: Der Tumor muss vollständig und ohne noch so kleinen Geweberest beseitigt werden. Um dies sicherzustellen, muss manchmal auch eine größere Hautpartie entfernt werden. In jedem Falle wird sich der Operateur bemühen, vor allem im Gesicht möglichst ein ästhetisch einwandfreies Operationsergebnis zu erzielen.

Üblich ist die Entnahme einer Probebiopsie zur histologischen Sicherung oder die ambulante Entfernung des gesamten Areals in örtlicher Betäubung. Anschließend wird die Hautveränderung entfernt und eingeschickt.

Die Wunde wird verschlossen und mit einem Verband versehen. Bereits am nächsten Tag können Sie wieder duschen. Sportliche Aktivitäten sollten sich jedoch – je nach Größe der Operation – in Grenzen halten.

Nach 8 – 12 Tagen werden die Fäden entfernt. Bis dahin ist dann auch das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung vorhanden.

Photodynamische Therapie

Eine neue Methode zur Behandlung von oberflächlichem Weißen Hautkrebs (med. Basaliomen) oder aktinischen Praekanzerosen ist die Photodynamische Therapie (PDT). Diese eignet sich für Tumore, die nicht zu tief in die Haut eindringen. Hierunter fallen z. B. die Aktinische Keratose als Vorstufe des Spinozellulären Karzinoms und rein oberflächlich wachsende Basaliome.

Im Gegensatz zur operativen Behandlung beseitigt die PDT schnitt- und damit auch narbenfrei bestimmte Hautkrebs-Arten und Hautkrebs-Vorstufen.

Hautarzt Dermatologe Dr. Liebich, München
„Verwenden Sie Lichtschutzcremes mit geeigneten Faktoren nicht nur bei direkter Besonnung, sondern auch an Sonnentagen mit diffusem Licht (Streustrahlung!). Auch im Schatten können bei starkem Lichteinfall Sonnenbrände entstehen. Speziell von 11 Uhr bis 16 Uhr sollten Sie die direkte Sonne möglichst ganz meiden!“
DR. MED. CHRISTOPH LIEBICH
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten